In Ghanas Afram Plains, einer ländlichen Region mit eingeschränktem Zugang zu Bildung und Arbeitsplätzen, stehen viele junge Frauen vor großen Herausforderungen. Die Abbruchquoten in den Schulen sind hoch und Teenagerschwangerschaften keine Seltenheit. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, gründeten die Schwestern von Mary Mother of the Church 2016 in einer kleinen Stadt namens Kwaekese ein Schulungszentrum.
Unterstützung für junge Frauen in den Afram Plains
Das Zentrum trägt den Namen Mater Ecclesiae Skills Training Centre. Es bietet kostenlose Kurse in Schneiderei, Seifenherstellung und anderen Handwerken an und vermittelt jungen Frauen praktische Fähigkeiten, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Afram Plains, eine Region im Osten Ghanas, liegt fernab großer Städte und ist schwer erreichbar, weshalb Arbeitsmöglichkeiten und Schulen begrenzt sind.
Ein neuer Weg durch Bildung und Arbeit
Ursprünglich wurde das Schulungszentrum als Bäckerei eingerichtet, doch als immer mehr Frauen dazukamen, wurde das Angebot um Näh- und Handwerkskurse erweitert. 2021 verlagerte das Programm seinen Schwerpunkt auf die Schneiderei, da sich diese als effektiver erwies, um den Frauen ein gesichertes Einkommen zu verschaffen. Neben dem Erlernen eines Handwerks werden hier auch Kurse in Geldverwaltung, Haushaltsführung und Selbstbewusstseinsförderung angeboten.
Leben verändern durch Kleinunternehmen
Viele Frauen, die das Programm abschließen, gründen anschließend ihr eigenes Unternehmen. Eine davon ist Rebecca Agboli, die in ihrer Region begann, Donuts zu verkaufen. Was als kleine Idee startete, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäft, das dazu beiträgt, Schulkinder zu ernähren und ihre Familie zu unterstützen. Eine weitere Absolventin, Christy Numetu Aletevi, betreibt heute ihr Geschäft mit den im Zentrum erworbenen Fähigkeiten.
Zukunft gestalten
Die Schwestern möchten das Zentrum nun zu einer vollwertigen Berufsfachschule ausbauen. Damit hätten junge Frauen die Möglichkeit, länger zu bleiben und weitere Fähigkeiten zu erlernen. Außerdem könnte die Schule zusätzliche Kurse in verschiedenen Handwerken wie Kochen, Nähen oder Seifenherstellung anbieten. Mit mehr Platz und Lehrkräften ließe sich das Zentrum für noch mehr Schülerinnen und Schüler aus den Afram Plains und den umliegenden Regionen öffnen.
Würde die Schule zu einem offiziellen Institut werden, könnte sie den Studierenden Zertifikate verleihen. Das würde ihnen dabei helfen, leichter einen Job zu finden oder Kredite zur Gründung kleiner Unternehmen zu erhalten. Für viele Mädchen, die die Schule nicht abschließen konnten, wäre dies eine seltene Chance, ihre Bildung fortzusetzen, ein besseres Leben aufzubauen und an Selbstbewusstsein sowie Unabhängigkeit zu gewinnen.

