Die Armen Klarissen sind eine Gemeinschaft katholischer Ordensschwestern, die 1212 unter der Leitung der heiligen Klara und der geistlichen Begleitung des heiligen Franziskus von Assisi entstand. Sie leben in abgeschiedenen Gemeinschaften, sogenannten Klöstern, und verbringen ihre Tage mit Gebet und schlichter Arbeit. Sie verlassen das Kloster selten und wählen bewusst ein friedliches Leben, das ganz auf den Glauben ausgerichtet ist. Heute gibt es weltweit rund 20.000 Arme Klarissen in mehr als 75 Ländern.
Kürzlich haben sich auf dem ruhigen Campus der St. Bonaventure University rund 35 Arme Klarissen zu einem zehntägigen Retreat getroffen. Sie verbringen die Zeit mit Gebet, Reflexion und gemeinschaftlichem Lernen. Die Schwestern gehören einem Orden an, den die heilige Klara und der heilige Franziskus von Assisi 1212 gründeten. Ihr Lebensstil ist geprägt von Stille, Hingabe und Einfachheit.
Glaube und Gemeinschaft als Tradition
Die Armen Klarissen sind für ihre stille Präsenz und ihre Konzentration auf das Gebet bekannt. In der Regel leben sie in abgeschlossenen Klöstern und ziehen sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Das aktuelle Retreat bietet eine seltene Gelegenheit, zusammenzukommen, Mahlzeiten zu teilen, die Messe zu feiern und einander durch Gespräche und geistliche Begleitung zu stärken. Es ist ihre erste landesweite Versammlung seit der Zeit vor der Pandemie.
Begleitet von franziskanischen Lehrern
Die täglichen Einheiten leitet Pater Joseph Chinnici, O.F.M., ein renommierter Franziskanergelehrter aus Kalifornien. In seinen Vorträgen stellt er die Werte und Lehren des heiligen Franziskus in den Mittelpunkt. Schwester Constance Gilder, C.S.J., moderiert die Gespräche über die zukünftige Mission der Armen Klarissen in den USA. Das Programm fördert offenen Austausch und gründliche Reflexion.
Empfangen vom Franziskanischen Institut
Ausgerichtet wird das Retreat vom Franciscan Institute an der St. Bonaventure University, einer Hochschule mit tiefen franziskanischen Wurzeln. Pater Dominic Monti, O.F.M., und Pater Russell Murray, O.F.M., zelebrieren die Messen und stehen die gesamte Woche über als geistliche Begleiter zur Verfügung. Der Campus bietet den Schwestern einen ruhigen Ort, um sich zu treffen, zu beten und zu lernen.
Die Tradition weitertragen
Die Armen Klarissen sind in mehr als 75 Ländern vertreten und zählen weltweit rund 20.000 Mitglieder. Ihr Wirken geschieht meist leise und im Verborgenen, doch ihre Gebete sind für viele eine beständige Quelle der Unterstützung. Das Treffen zeigt ihr anhaltendes Engagement für ein Leben in Stille, Gebet und Dienst – Werte, die über Zeit und Ort hinaus Bedeutung behalten.

