Nach drei Jahrzehnten als Pfarrer von St. John the Evangelist in Rochester, Minnesota, gibt Jerry Mahon sein Amt ab. Damit endet eine der längsten Dienstzeiten in der Diözese Winona-Rochester. Geboren im Saint Marys Hospital und auf einer nahegelegenen Farm aufgewachsen, ist Mahons Leben eng mit der Gemeinde Rochester verbunden.
Nach seinem Abschluss an der Lourdes High School wurde er 1971 zum Priester geweiht und verbrachte fast zwei Jahrzehnte am Immaculate Heart of Mary Seminary, bevor er in die Pfarrleitung wechselte.
Erneuerung innerhalb der Kirche
Als Mahon 1994 nach St. John kam, stand eine umfassende Erneuerung an. Er leitete große Umbauten, die die Kirche näher an die Vision des Zweiten Vatikanischen Konzils heranführten. Der Altar wurde versetzt, und Räume, die früher für Sport oder Treffen genutzt wurden, verwandelten sich in Orte des Gebets und der Gemeinschaft. Es ging nicht um Modernisierung um der Modernisierung willen, sondern darum, Menschen einander und ihrem Glauben näherzubringen.
Eine stärkere Gemeinschaft aufbauen
Mahon machte St. John zu mehr als einem Sonntagsgottesdienstort. Unter seiner Führung wurde die Pfarrei zu einem Rückhalt für Patientinnen und Patienten der Mayo Clinic und deren Familien. Die Kirche bot Menschen in Krisen Trost und schenkte ihnen in schwierigen Zeiten Ruhe. Er stärkte auch das Musikprogramm und holte Sebastian Modarelli als Leiter – das brachte frische Energie in die Liturgie und verknüpfte Glaube mit Kunst.
Hilfe über Rochester hinaus
Mahons Einsatz endete nicht an den Stadtgrenzen. Er unterstützte eine Schule in Uganda mit Spendenaktionen, Schülerinitiativen und Benefizessen. Für ihn musste Dienst immer die erreichen, die oft übersehen werden – egal, wo sie leben.
Ein Kapitel endet mit Dankbarkeit
Mit fast 80 Jahren will Mahon weiterhin in anderen Pfarreien aushelfen, wenn Bedarf besteht. Er sieht den Ruhestand als Veränderung, nicht als Schlussstrich. „Ich habe noch Energie“, sagt er.
Im Rückblick spricht Mahon dankbar über seine Jahre im Dienst. Seine Präsenz spendete Gemeindemitgliedern, Mayo-Clinic-Besuchern und Schülerinnen und Schülern in Uganda Trost.
Sein Vermächtnis ist nicht an ein einzelnes Projekt gebunden, sondern an ein Leben stillen Dienstes und liebevoller Fürsorge. Seine Rolle mag sich ändern, doch sein Wirken geht weiter – nur auf andere Weise.

