Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Geschichte des KDA - Anfänge

4. Von der Ev.-sozialen Schule in Spandau zur Evangelischen Sozialakademie in Friedewald

Zur Durchführung der Lehrgänge benötigte man geeignete Tagungsstätten. Zunächst bot sich das Gut Rottland bei Waldbröel an, das der bekannte Evangelist Friedrich von der Ropp zur Verfügung stellte. Später kam dann die Evangelisch-Soziale-Schule in Friedewald dazu, die vor allem der intensiven Bemühung und Vermittlung Carl-Gunther Schweitzers ihre Entstehung verdankt. Dr. Schweitzer war ein Schüler und Mitarbeiter des Rostocker Theologieprofessors Friedrich Brunstäd, auf dessen Aktivität hin in der Zeit der Weimarer Republik die Evangelisch-Soziale-Schule beim Johannesstift in Berlin-Spandau begründet wurde. Unter der Leitung Alexander v. Viebahns – ebenfalls Schüler und Freund Friedrich Brunstäds – wurden in Spandau evangelische Arbeitersekretäre ausgebildet, die somit zu den direkten Vorläufern unserer heutigen Sozialsekretäre zählen. Durch die Vermittlung Dr. Schweitzers kam es zu einem Gespräch zwischen dem Reichsbeauftragten für Männerarbeit, dem späteren Propst Ernst zur Nieden und Eugen Gerstenmaier, dem Begründer des evangelischen Hilfswerks.