Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Geschichte des KDA - Weites Feld

Verbindung von Sozialarbeit und Gemeinde

Die vermehrte differenzierte Fülle der Aufgaben förderten die Einsicht, dass der Dienst des Sozialpastors auf die Dauer nebenamtlich nicht mehr zu bewältigen war und in zunehmenden zeitlichen Konflikt mit dem Dienst in, an und mit der Ortsgemeinde geriet.
Wir begannen, aus dieser Not zunächst eine Tugend zu machen. Es war ohnehin von Anfang an unser Bemühen, sowohl das Arbeiterwerk als auch die Sozialarbeit der Ev.-Akademie als einen gemeindebezogenen Dienst zu verstehen und zu praktizieren.
(Die spätere u.E. unglückliche Aufteilung des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in einen "gesellschaftsbezogenen" und einen "gemeindebezogenen" Dienst kam uns überhaupt nicht in den Sinn.)
Wir waren nicht nur theoretisch, sondern praktisch darauf bedacht, dass die "gesellschaftliche Diakonie" der Sozialarbeit als ein "übergemeindliches", besser "gesamtgemeindliches" Werk der Kirche eben doch "gemeindebezogen" bliebe und nicht anders sinnvoll sei, als dass es den Gemeinden dienstbar würde und zugute käme und wiederum in den so neu bewegten und stimulierten Gemeinden eine neue (missionarische) Dynamik in Gesamtkirche und Öffentlichkeit bewirkte.
Es lag also nahe, aus der "Not" der Kombination Sozialpastor - Gemeindepastor eine Tugend zu machen.
Wir begannen, alle einschlägigen Tagungen, Gespräche und Begegnungen in die Gemeinde hineinzuverlegen und zugleich als Gemeindeveranstaltungen durchzuführen.