Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“

Am Buß- und Bettag lud Bischöfin Kirsten Fehrs 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und  weiteren gesellschaftlichen Gruppen zu einer Zukunftskonferenz in die Kantine der traditionsreichen HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) ein.


Bischöfin_Kirsten_FehrsDer Vers „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ aus dem Buch des Propheten Micha ist nicht nur das biblische Leitwort des KDA der Nordkirche, es bildete auch die Überschrift für den Start des Projektes „Kirche und Wirtschaft im Dialog für die Zukunft der Stadt“ in Hamburg.
Bereits beim Kirchentag 2013 in Hamburg war mit dem Motto „Soviel du brauchst“ spürbar, es gibt Gesprächsbedarf zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Stadt Hamburg und zu wirtschaftsethischen Fragen.

Grundimpuls des Abends: gemeinsam haben wir die Aufgabe zu einer sozial gerechten Stadt beizutragen. Ein erster Schritt dazu waren Gespräche zu zentralen christlichen Begriffen: Gerechtigkeit – Demut – Liebe, die mit Blick auf die Zukunft der Stadt und ihre wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung in ungewohnten Konstellationen neu bedacht wurden.

Impulsgeber:

Heinz Brandt (Vorstand HHLA) mit einem Impuls zum Thema „Gerechtigkeit“

Matthias Wittenburg (Vorstand HSH Nordbank) mit einem Impuls zum Thema „Demut“

Dr. Thomas Vollmoeller (Vorstand XING AG)
mit einem Impuls zum Thema „Liebe“

Im Weiteren waren die Teilnehmenden gefragt, konkrete Vorschläge für die Umsetzung zu benennen. In welcher Form es weiter gehen wird, wird nun die Auswertung des Abends ergeben.

Bischöfin Fehrs selbst bezeichnete diesen Abend als ein „spannendes Experiment, das in dieser Form wohl einmalig in Deutschland ist.“ Denn wo sonst kommen Führungsverantwortliche begleitet von geistlichen Impulsen zu anstehenden Zukunftsfragen miteinander ins Gespräch?

Der Start des für die kommenden drei Jahre geplanten Prozesses, war ein voller Erfolg. Der Wunsch nach einem stärkeren Dialog bei den Verantwortlichen aus Hamburger Unternehmen und bei den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen der Stadt, ist groß. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, sowie eine Gruppe von Führungskräften der Hamburger Wirtschaft begleitet die Bischöfin in der Umsetzung des Prozesses.